Archiv der Kategorie: aktuell

Lohnsteuerservice für ver.di-Mitglieder

Die meisten von Euch haben im letzten Jahr Kurzarbeitergeld bezogen. Kurzarbeitergeld wird zum Einkommen gerechnet, aber – im Gegensatz zum normalen Arbeitslohn – unversteuert ausgezahlt.

Da es zum Einkommen zählt, ist jedoch eine Steuererklärung erforderlich, das heißt: jeder, der Kurzarbeitergeld erhalten hat, muß für 2020 eine Steuererklärung abgeben. Je nach individueller Situation sind Steuernachzahlungen möglich.

Wer in den Vorjahren keine Steuererklärung gemacht hat, kann allerdings noch bis zu sieben Jahre rückwirkend Steuern herausbekommen – zum Beispiel bei langen Arbeitswegen kann da einiges an Erstattungen zusammenkommen.

ver.di-Mitglieder können sich rund um die Lohnsteuer kostenlos von ver.di be­raten lassen. Termine dazu könnt Ihr über die Bezirksgeschäftsstellen vereinbaren. Allerdings sind sie sehr begehrt. Es ist ratsam, sich jetzt um einen Beratungstermin zu kümmern. Eure Steuererklärung muß bis zum 31. Juli beim Finanzamt sein. ­

Mehr Informationen findet Ihr auf verdi.de oder in diesem Beitrag.

wer nicht paßt, wird überwacht – Union-Busting auf schwäbisch

Eines der unglücklichsten Mißverständnisse unserer Sprache ist das Wort „Sicherheit“. Es schleicht sich angenehm in unser Bewußtsein und vermittelt uns Beruhigendes … das ist schön. Und was uns schön vorkommt, hinterfragen wir in aller Regel nicht.

Denn das Wort “Sicherheit“ hat in unserem menschlichen Unterbewußtsein eine feste Verknüpfung zu Situationsfestlegungen wie Geborgenheit, Vertrauen, Gefahrlosigleit – und eben das nutzt man aus, wenn man sich und sein Unternehmen als seriös und vertrauenerweckend wirken lassen will …

… obwohl man all das – gemessen an den eigenen Taten – überhaupt nicht ist. Weiterlesen

Online-Petition: Mindest-Kurzarbeitergeld jetzt!

ver.di Der coronabedingte Lockdown wurde in dieser Woche erneut verlängert, Hunderttausende Kolleginnen und Kollegen in den Branchen mit niedrigen Einkommenmüssen müssen also weiter mit 70 Prozent ihres Nettogehalts über die Runden kommen. Das reicht bei vielen an allen Ecken und Enden nicht aus und auch die Ersparnisse sind aufgebraucht. Große Teile der Niedriglohnbezieher*innen sind trotz des Bezugs von Kurzarbeitergeld in existentielle Nöte geraten.

Ver.di fordert daher gemeinsam mit der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten die Regierungskoalition auf, beim Kurzarbeitergeld nachzubessern und in Analogie zum Mindestlohn ein Mindest-Kurzarbeitergeld in Höhe von mindestens 1200 Euro zu beschließen.

Bitte unterstützt diese Forderung mit Eurer Stimme für die  Online-Petition „Mindest-Kurzarbeitergeld jetzt!“

Unterschreibt jetzt !

Zur Online-Petition

Standinfo zum Notlagentarifvertrag


Hier eine Information zu den Verhandlungen um einen „Notlagentarifvertrag“ für die Flughäfen.

Die Arbeitgeber sind schlicht unglaublich. Wäre die Lage nicht so ernst, könnte man es noch als präpubertär abtun – es wäre streckenweise halt nur peinlich.
Der Grad der Vorbereitung der Arbeitgebervertreter würde in der Schule für ein „ungenügend“ kaum reichen, wird aber dafür durch markige Sprüche überspielt. Fehlende Ideen dazu, wie eine Aufdoppelung tariflicher Einschnitte für bereits von „Sanierungen“ Betroffene vermieden werden kann, werden durch unsoziale Forderungen beantwortet. So wurde seitens der bayerischen unter den Arbeitgebervertretern für BVD-Beschäftigte ernstlich eine 35,2-Stundenwoche mit vollen Lohnabzügen gefordert…
Die Verhandlungen standen so bereits mehrfach vor dem Scheitern. Angesichts der – wir wissen das alle – vor dem Hintergrund der extrem problematischen Situation im Luftverkehr wirkt das alles ziemlich gespenstisch.

Auf diese Weise wird es nicht funktionieren.

Mehr Geld für Busfahrer

Neue Entgeltordnung für bayerische Arbeiter erreicht

Im Ergebnis der Tarifverhandlungen wurde unter anderem auch vereinbart, dass Busfahrer in die EG 6 einzugruppieren sind. Für Beschäftigte, die nach 2001 eingestellt wurden, gelten zwar die Sanierungsregelungen, die eine Eingruppierung um eine Entgeltgruppe niedriger als im originalen TVÖD vorsehen. Das ändert aber nichts daran, dass alle Busfahrer nun um eine Entgelt-gruppe höher eingruppiert werden müssen! Mehr zu diesem Thema findet Ihr in unseren Busfahrer-Wehr.di!s 139 und 140.

Hinweis am Rande: Beschäftigte sind tarifgebunden, wenn sie Mitglied der tarifschließenden Gewerkschaft sind. Werdet Mitglied!

weiterkämpfen

Der Tarifabschluß ist geschafft. Einmal mehr, wie schon in den letzten Jahren, liegt der Tarifabschluss auch im Vergleich zu anderen Gewerkschaften und Branchen unter den besseren Ergebnissen für die Beschäftigten. Ein schöner Erfolg, allerdings ist für uns der Kampf leider nicht zu Ende. Ausgenommen von den Erhöhungen finden sich die Beschäftigten der Flughäfen. Hier laufen Verhandlungen zu einem Notlagentarifvertrag.

Die Luftfahrtbranche ist und wird auch in Zukunft von der Krise am längsten und folgenreichsten betroffen sein. Absolute Priorität hat jetzt vor allem die Arbeitsplatzsicherheit.

Unsere Forderungen sind klar:

  • Betriebsbedingte Kündigungen müssen ausgeschlossen sein!
  • Keine dauerhafte Abkopplung der Flughäfen von der allgemeinen Tarifentwicklung im TVöD!
  • Die Krise trifft uns am längsten: Wer über lange Zeit in Kurzarbeit ist, muß die Krise sicher überleben können!

Der Kampf beginnt für uns erst – unterstützt uns – werdet Mitglied!

hier geht‘s zum aktuellen Flugblatt für die Flughäfen

hier geht es zu den Informationen zu den „normalen“ Tarifergebnissen – also für die nichtluftfahrende Welt