Archiv der Kategorie: mal abgebogen

KURVENKURVENKURVEN: Pyrenäen, Cevennen und mehr …. inkl. Wiedereingliederung…

Ricchtig Mühe geben die sich. Und das alles für uns am 14. Juli...

Richtig Mühe geben die sich. Und das alles für uns am 14. Juli…

...und wir undankbares Volk fahren trotzdem weiter. Ein Kurzbesuch in Biarritz, bei den Schönen und Reichen...

… und wir undankbares Volk fahren trotzdem weiter. Ein Kurzbesuch in Biarritz, bei den Schönen und Reichen…

Schön und reich? Da müssen wir doch mal posen!

Schön und reich? Da müssen wir doch mal posen!

Hinein in die Spaßpyrenäen

Hinein in die Spaßpyrenäen

Und wir schafften es tatsächlich sehr, sehr leicht in die Pyrenäen und pendelten schon am ersten Tag zwischen Frankreich und Spanien. Auf der Anfahrt noch schnell durch Biarritz, die braven alten Hondas zwischen den Schönen und Reichen, damit die mal sehen, was sie alles falsch machen… Und dann hinein ins endlose Kurvengewirr. Ein Col jagt den nächsten, kaum ein Abschnitt mit gerader Straße und Überholmanöver müssen entsprechend beherzt durchgezogen werden. Aber die Hondas mögen ja wieder Vollgas (meine), geht also prima…

Links, rechts, links...

Links, rechts, links… (und ich zum Fotografieren einhändig hinterher…)

Einfach hübsch.

Einfach hübsch.

Schnell mal ein Foto...

Schnell mal ein Foto…

Und schon geht's wieder andersherum...

…und schon geht’s wieder andersherum…

Und weil einem ja ganz schwindelig wird, bei all den Kurven, muss man sich angemessen stärken. Auch das meist ganz leicht. Der Wein ist gut, das Essen meist auch, egal ob auf der französischen oder der spanischen Seite der ganzen Angelegenheit.

Irgendwie macht das Herumgekurve zuviel Spaß und geht zu schön smooth vor sich, so dass wir gar nicht recht auf die Idee kommen, auch mal die angeblich hier irgendwo versteckten Schotterstrecken auszuprobieren. Wenn die Karte behauptet vor uns liege ein unbefestigter Fahrweg, dann stellt sich das meist als wunderhübsche, nicht supergepflegte, aber mit kaum Vierrädern versaute Traumstraße heraus. Und das gute alte Navigon findet schon wieder stets die wirklich schönen Strecken. Wobei man das in den Pyrenäen kaum falsch machen kann…

Frühstück auf dem Camping im hinterletzten und sehr hübschen Eck...

Frühstück auf dem Camping im hinterletzten und sehr hübschen Eck…

Schweisstreibende Fortbewegungsform, muss zwischendrin auch sein...

Schweisstreibende Fortbewegungsform, muss zwischendrin auch sein…

Nachdem wir auf dem hinterletzten (aber hübschen) Camping landen, auf dem es Abends auch noch schüttet wie die Hölle, müssen wir doch mal beginnen, uns selbst zu ernähren. Aber dafür fahren wir ja seit Zigtausenden Kilometern die Motorradküche spazieren… – nicht ganz so prickelnd: Der Wetterbericht behauptet, das Wetter bleibe so!

Ziemlich verwinkelt, hier.

Ziemlich verwinkelt, hier.

Überaus verwinkelt.

Überaus verwinkelt.

Und andauernd rauf. Und wieder runter. Und wieder von vorn.

Und andauernd rauf. Und wieder runter. Und wieder von vorn.

Kurzer Fotostop...

Kurzer Fotostop…

Schon geht's weiter...

…schon geht’s weiter.

Aber die Wetteraussichten bleiben mies.

Aber die Wetteraussichten bleiben mies. Also ab Richtung Cevennen…

Selbstverständlich auch mit Pausen.

Selbstverständlich auch mit Pausen.

Wir prüfen also mal die Wetteraussichten für diverse Orte, auf der spanischen wie auf der französischen Seite, aber überall dasselbe! Das brauchen wir nicht! In einer uns zugelaufenen Motorradzeitschrift fand sich letztens ein Bericht über die Cevennen, da soll’s auch hübsch sein. Und die Wetteraussichten sind viel besser…! Also geht’s kurz vor Andorra dann doch nicht mehr weiter Richtung Mittelmeer, sondern lieber wieder nach Frankreich hinein.

Und wieder geht's auf und ab und links und rechts und immer so weiter. Wunderbar.

Und wieder geht’s auf und ab und links und rechts und immer so weiter. Wunderbar.

Mit Fotostopps usw.

Mit Fotostopps usw.

Vorbei am Weltkulturerbe...

Vorbei am Weltkulturerbe…

Erfrischender Camping...!

… bis zu einem sehr erfrischenden Camping…!

Und wir finden dort tatsächlich einen traumhaften Campingplatz: Mit Waschmaschinen, mit „Restaurant“-Terrasse, Badegelegenheit im erfrischenden Fluss und mit dem besten Bierpreis, der uns jemals in Frankreich begegnet ist: Im Shop gibt’s den Dreiviertelliter Kronenbourg für nur 2,50 Euro! Ein Traum! Mit einem einzigen Nachteil: Hier hat es Wadenbeißer-Fliegen! Ekelhaft schnell, diese Mistviecher! Und erst als wir die noch vorhandenen, in Afrika nie benötigten Vorräte der ganz dicken chemischen Keule an Mückenmittelchen auspacken, lassen uns die Scheißtiere wenigstens zeitweise in Ruhe. Aber mehr als 10 Stiche pro Fuß, da kann der Spaß zeitweise doch nur noch durch Kratzen aufrecht erhalten werden…

Jedenfalls sind die Cevennen hübsch, tagsüber zu warm, (fast vollständig) regenfrei, herrlich faul und geografisch für uns günstig gelegen. Das erspart uns für die Heimfahrt ein paar Kilometer. Dort steht nämlich in einigen Tagen schon wieder ein Termin an: das Burg-Herzberg-Festival ruft! Karten haben wir schon, Freunde bringen allen nötigen Proviant mit, passt. Leider wird auf dem Weg das gute Navigon-Navi Opfer einer trampelnden Zeltzusammenlegerin und segnet das Zeitliche. Von nun an ist’s also Essig mit der von mir höchstgeschätzten Routenoption „schöne Strecke“. Ist ja vielleicht auch ganz gut so, weil wir dadurch dann doch wesentlich schneller vorankommen.

Durch Frankreich pesen. Nicht wirklich häßlich.

Durch Frankreich pesen. Nicht wirklich häßlich.

Französische Abschiedsfigur, mutmaßlich extra für uns...

Französische Abschiedsfigur, mutmaßlich extra für uns…

Geschafft.

Geschafft.

So ist das hier.

So ist das hier.

Und natürlich so.

Und natürlich so.

Auch wenn's natürlich nicht ganz für die Kapelle auf dem T-Shirt gereicht hat...

Auch wenn’s natürlich nicht ganz für die Kapelle auf dem T-Shirt gereicht hat…

So. Und jetzt ein letztes Mal zusammenpacken...

So. Und jetzt ein letztes Mal zusammenpacken…

...und schon rast das Schild fast unbemerkt an mir vorbei...

…und schon rast das Schild fast unbemerkt an mir vorbei…

Nach dem – wie immer sehr relaxten – Herzberg ist zumindest mein Vorrat an lauter Musik, der seit Westafrika scheibchenweise ins Minus geriet, wieder aufgefüllt… Wir genießen, dass wir diesmal alle Zeit der Welt haben und bleiben bis zum Montag, aber nun zieht es uns doch endlich nach Hause. Es zieht so, dass uns die paar Hundert Kilometer Autobahn schon fast erholsam erscheinen. Zu Hause stellen wir fest, dass wir die 40.000-km-Marke knapp verpasst haben. Nur noch gut 800 km wären nötig gewesen…

Nicht verpasst haben wir viele schöne (und manche weniger schöne) Momente und etliche Menschen, die wir nun zu unseren Freunden zählen. Die Bikes fahren immer noch brav und waren – fürchte ich – mit den Fahrern eher ein wenig unterfordert…

Ein Jahr raus aus dem Hamsterlaufrad, das ist schon was. Wer weiß? Wenn’s wieder passiert gibt’s ja vielleicht wieder einen Blog. Zum Abschluss dazu noch: Ganz herzlichen Dank an unsere Blog-Manager!!! Bis in Kürze!

Und das war's dann. Vielen Dank für Euer Interesse und die vielen netten Kommentare!!!

Und das war’s dann. Vielen Dank für Euer Interesse und die vielen netten Kommentare!!!

 

Hinter Bliesen geht’s noch weiter! Bis in die Pyrenäen… vielleicht…

Bliesen im Ausnahmezustand: Mir als WM-Reminiszenz völlig ausreichend...

Bliesen im Ausnahmezustand: Mir als WM-Reminiszenz völlig ausreichend…

...aber die meinen's viel ernster...

…aber die meinen’s viel ernster…

...und die Mädels machen mit..

…und die Mädels machen mit..

...bis der Junior schließlich noch den Dorfplatz rockt.

…bis der Junior schließlich noch den Dorfplatz rockt.

Dieweil wird in St. Wendel beim Schmit  die Anti-Vollgas-Schuldige ermittelt: "Wenn das ein anderer Gummi wär, dann wärst Du jetzt Vater", grinst mich der Mechaniker an.

Dieweil wird in St. Wendel beim Schmit die Anti-Vollgas-Schuldige ermittelt: „Wenn das ein anderer Gummi wär, dann wärst Du jetzt Vater“, grinst mich der Mechaniker an. Bloß gut, dass das nicht ein paar zigtausend Kilometer vorher passiert ist…

Bliesener Sternvorspeischens

Bliesener Sternvorspeischens

Ganz bestimmt der wichtigste Platz in Bliesen!

Ganz bestimmt der wichtigste Platz in Bliesen!

Wer hätte das gedacht? In Bliesen gibt’s sogar ein Sternerestaurant. Und der Stern ist durchaus verdient. Und auch sonst bietet uns Bliesen jede Menge: Täglich oder besser: allabendlich irgendeine Feiergelegenheit. Kaum ist das Motorradtreffennachfest erledigt, ist der Fußballweltpokal da und wird auf dem Dorfplatz inklusive abendlichen Krawalls zelebriert. Paul ist vom Auftritt seines Juniors (Sänger) so begeistert, dass er stolz grinsend und andächtig dem Hardrock lauscht. Dazu gibt’s Bier. Am nächsten Tag hat Paul Geburtstag, am übernächsten Abend gibt’s wieder Grillen mit den Motorradfreunden und dann schaffen wir’s endlich in das besagte Sternerestaurant. Das hat sogar eine Abteilung, wo der gemeine Pöbel speisen kann, aber auch mit lecker Überraschungsmenü. In logischer Fortsetzung unserer Umtriebe der Vortage kriegen wir auch noch ein Komplott geregelt, in dem die üblichen Verdächtigen den Imbiss am Zumachen und Hasi am Feierabend hindern, bis wir aus dem Sternerestaurant eingetroffen sind und nun ein paar Abschiedsbierchen nehmen können. Am nächsten Tag sind wir hinreichend schwach, aber es hilft nichts, wir müssen den zwischenzeitlich bezogenen Ferienwohnungspalast räumen. Also weiter.

Der Weg nach Bonn, das Navi findet zuverlässig die schönen Strecken...

Der Weg nach Bonn. Das Navi findet zuverlässig die schöne Strecke.

Würdiger Abschluss der schönen Strecke: August im Innenhof!

Würdiger Abschluss der schönen Strecke: August im Innenhof!

Aber nicht zu weit. Nach einer Woche Bliesen sind wir zwar gut erholt, aber irgendwie doch leicht geschwächt. Mein Motorrad immerhin mag nach einer kleinen Operation in der Werkstatt in St. Wendel wieder Vollgas. Eine der Vergasermembranen hatte sich verabschiedet.

Immer noch Richtung Irland, ist der Plan. Also Richtung Norden. Liegt da nicht Bonn im Weg? Tatsächlich. Und Diana und Pete freuen sich auch, dass wir pünktlich zum Wochenende nach einer vollen Woche Bliesen vorbeischauen. Die Nachbarn sind in Urlaub, wir können in deren Wohnung logieren. Prima. Abendliches Grillen mit Umtrunk im schnuckeligen Innenhof und nach heftigem Unwetter inkl. Hagel auch mal in den Biergarten am Rhein (leider nur Paulaner). Wunderbar.

Versuchter Weltuntergang im Bonner Innenhof

Versuchter Weltuntergang im Bonner Innenhof

Leider verheißt die Wettervorhersage für Irland aber noch immer gar nichts Gutes. Dienstag der nächsten Woche soll es mal schön sein. Sonst wird ständig Regen und Gewitter prognostiziert. Mit dem Motorrad nicht so nett. Ein Alternativplan muss her. Die Buchhandlung in Bonn ist wohlsortiert und bietet Karte und Reiseführer für die Pyrenäen. Warum nicht?!?

Neuerburg in der Eifel. Fast schon zu pittoresk.

Neuerburg in der Eifel. Fast schon zu pittoresk.

Radtour mit Regenpausen. Schöner Weise vermieten die Räder mit Elektrounterstützung...

Radtour mit Regenpausen. Schöner Weise verleihen die Räder mit Elektrounterstützung…

Also Richtung Pyrenäen. Aber erstmal bleiben wir in der südlichen Eifel hängen. Im malerischen Örtchen Neuerburg findet sich ein Zimmer mit einer Pedelec-Vermietung. Das Wetter wirkt nicht so stabil, wir gehen also einen Fahrradausflug an. Es regnet zwar immer mal wieder, aber das ist halb so schlimm, wir finden jeweils eine Unterstellmöglichkeit. Viel dramatischer: Der Akku an meinem Pedelec entlädt sich viel zu schnell! Mit viel Glück und gründlich entladenem Stromfahrrrad schaffen wir es wieder zurück. Puh, gerade noch mal gut gegangen! Dass Fahrradfahren aber auch sooo anstrengend ist! Nicht auszudenken, wenn der Akku bei den letzten Aufstiegen die Grätsche gemacht hätte…!

Nach wenigen Nächten in der Eifel ist’s auch wieder gut. Wir kreuzen auf wirklich netten Sträßchen Luxembourg und Belgien (hurra, zwei weitere Länder!) und befahren fortan Frankreich.
Gut, dass ich mir ein neues Navigon-Navi nach Bliesen schicken ließ: Das Ding hat die Routenoption „schöne Strecke“; was sich zwar zieht, aber die „schöne Strecke“ ist genau so, was sie sein soll. Nur dass Frankreich schon ein bisserl groß ist, wenn man es tagelang auf schönen Strecken durchquert…

Statt einem Landesschild an der Straße steht in Luxembourg eine Bestie auf derselben.

Statt einem Landesschild an der Straße steht in Luxembourg eine Bestie auf derselben.

Mit dem Abstecher durch Belgien (das Navi befiehlt...) sind's nun noch zwei Länder mehr...

Mit dem Abstecher durch Belgien (das Navi befiehlt…) sind’s nun noch zwei Länder mehr…

Schöne Strecke durch Frankreich...

Schöne Strecke durch Frankreich…

...sucht es doch hübsch aus, das Navi...

…sucht es doch hübsch aus, das Navi…

...da gibt's nichts zu meckern, außer dass es halt tagelang dauert...

…da gibt’s nichts zu meckern, außer dass es halt tagelang dauert…

Eine kurze Atempause gönnen wir uns bei Léon (am See), wo die extra für uns auf dem Dorfplatz den 14. Juli feiern. Und dann kommen auch schon die Pyrenäen… morgen… vielleicht… hoffentlich…

 

Der lange Weg nach Bliesen…

Durch griechische und albanische Berge, italienische Hügel, südtiroler und vorarlberger Pässe, vorbei an deutschen Seen bis ins Saarland…

Die griechischen Berge sind hübsch, das Wetter abends dramatisch hübsch. Solange es auf der anderen Seite des Sees bleibt. Tut es aber nicht. Im Gegenteil: Es wartet, bis wir ohne Regenschutz in das Dorf gewandert sind um nach einem Abendessen zu gucken und dann: Überraschung! Ein Wolkenbruch. Nach einer Stunde unterstellen in einem Hausbaustelle finden wir aber trotzdem noch ins örtliche Edelrestaurant…

Von Weitem nett, so ein Unwetter...

Von Weitem nett, so ein Unwetter…

Vor Bären wird gewarnt...

Vor Bären wird gewarnt…

Zum Abschied aus Griechenland passieren wir die Bärenwarnschilder in den Bergen. Brummte da nicht etwas? Tatsächlich. War dann aber nur Costas auf der neuen KTM, der uns auf einen Kaffee einlädt und uns vor Albanien warnt. Die Bären lassen sich nicht blicken…

Albanischer Vierbeinmercedes

Albanischer Vierbeinmercedes

So ein Schild kann uns doch nicht erschrecken....

So ein Schild kann uns doch nicht erschrecken….

Alles ziemlich freundlich in Albanien. Wie in Afrika. Und gebaut wird auch überall. Ob die jemals fertig werden?? Wir jedenfalls passieren ein Warnschild, das behauptet, das Bergsträßchen sei gesperrt. Das Schild hat schon bessere Zeiten gesehen, also egal, wird schon gehen.
Und hinein in die erst Schlaglochstraße und dann Schotterpiste  und schließlich Steilhangbaustelle.
Und dann kommst Du an eine Schranke, wo ein Typ in Security-Jacke auf das Schild hinweist, dass die Straße zwischen 7 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 18 Uhr gesperrt ist. Und die Schranke ist – vollkommen unafrikanisch – so konstruiert, dass auch mit dem Motorrad kein Durchkommen ist!

Baustelle im Steilhang...

Baustelle im Steilhang…

könnte später mal eine nette Strecke werden...

…könnte mal eine nette Strecke werden…

Nach ein bisserl freundlicher, aber nichts bewegender Hände-und-Füße-Diskussion beschließen wir die zweieinhalb Stunden zu warten. Im Dörfchen zuvor gab es doch eine Bar, das ist nicht weit. Und während wir so warten macht sich ein Gewitter über die Gebirgslandschaft her. Irgendwelche Autos drehen um, fahren wieder zurück, aber wir geben doch nicht auf!!! Als wir freudig, es hat tatsächlich wieder aufgehört zu schütten, an der Schranke ankommen um 5 vor 6, erzählt man uns die eigene Unschuld bedauernd: Die Straße ist jetzt richtig gesperrt, nichts geht mehr. Bei einer Sprengung kam etwas mehr Berg runter als geplant.
Wir fragen uns durch, aber keine Möglichkeit zu übernachten. Nur ganz zurück, zur Zufahrt ins Tal, in dem Ort da, dort gibt es ein Hotel. Wir sind begeistert: Über die nasse Piste 40 km zurück, super… Aber es geht, wir kommen an, wir kriegen ein abgestürztes Hotel gezeigt, in dem es sogar eine geschlossene Bar gibt, in der die Motorräder sicher eingeschlossen die Nacht verbringen. Denen kann dort nix passieren, weil der Hotelbesitzer sei ein Schütze, erklärt ein herbeigeeilter Jugendlicher aus einem nahen Restaurant, der etwas Englisch spricht und uns später noch einen Kurzsprachkurs verabreichen darf…

Sprachkurs...

Sprachkurs…

Schicke Landschaft in Albanien

Schicke Landschaft in Albanien

Auf dem weiteren Weg durch Albanien, nun doch die größere und langweiligere Straße, versuche ich immer mal wieder eine Straßenkarte aufzutreiben – aber keine Chance! So versuchen wir mit den dafür nun wirklich nicht gedachten Navis eine Route zu finden…
Als es Nachmittags mal wieder (kurz) schüttet, flüchten wir unter die Schirme eines Cafés, werden dort eingeladen und bekommen ein paar ungefähre Tipps. Bei dem Versuch denen zu folgen, geraten wir an ein nettes Hotelchen, fast direkt am Strand. Und der Betreiber spricht auf noch deutsch, wir wähnen uns in der Zivilisation. Ja, natürlich gebe es warmes Wasser, nur schnell die Boiler anwerfen….
Denkste! In vier von sechs Zimmern jedenfalls geht das Warmwasser nicht. Und überhaupt sind die meisten der Wasserhähne und Klospülkästen eher Deko denn Funktionsteile. Aber wir haben beschlossen, hier zwei Nächte zu verbringen und wollen nicht gleich weiterfahren. Der Betreiber erklärt uns auf gut Deutsch: Hier ist zu viel Salz im Wasser, das zerstört jede Installation innerhalb kurzer Zeit, darum kaufen sie für jede Saison nur das Billigste und reparieren es Stück für Stück angeblich jedes Jahr wieder. Die umgekehrte Reihenfolge fällt ihm nicht ein: Erst reparieren, dann vermieten?!? Egal, wir haben das ganze Haus mit seinen 6 Zimmern für uns alleine, da finden wir dann schon irgendwo eine Lösung… – Erinnert stark an etliche Länder in Afrika. Und ausgesprochen freundlich sind all die finster guckenden Gestalten hier in Albanien auch. Passt also schon…

Die nette Bucht bei Slano

Die nette Bucht bei Slano

Aber dort lange bleiben?? Also geht’s weiter, wir durchqueren Montenegro und landen schließlich in Kroatien, ein paar Kilometer oberhalb von Dubrovnik in der Bucht von Slano. Ein nettes Plätzchen, der Camping zu dieser Zeit fest von internationaler Rentnerschaft besetzt. Und die Damen und Herren Rentner lassen es krachen. Nach dem wir eingewiesen sind und ein günstiges und hübsches Zimmer auf dem Camping bezogen haben, findet unten vor dem Balkon ein internationaler Rentnerumtrunk statt. Wir spazieren da dann doch lieber mal zum Essen…

Adriatische Schönheiten...

Adriatische Schönheiten…

Freunde werden in einer Woche in einem Häuschen in den italienischen Marken eintreffen und haben uns eingeladen, vorbei zu gucken. Wir genießen einstweilen noch das Planschen in der klaren kroatischen Adria, besichtigen Dubrovnik und werden stückchenweise in das Rentnercampingleben integriert, zum Essen eingeladen, kriegen heimliche Restaurants gezeigt, usw…

Dubrovnik: Ganz schön viele Touris unterwegs.

Dubrovnik: Ganz schön viele Touris unterwegs.

Gassen in Dubrovnik

Gasse in Dubrovnik

Eine Gasse später: Witzig, aber auch befremdlich - .... wenn Du gerade in der Bürgerkriegsfotoausstellung warst...

Eine Gasse später: Witzig, aber auch befremdlich – …. wenn Du gerade in der Bürgerkriegsfotoausstellung warst…

Warten auf die Fähre Split- Ancona

Warten auf die Fähre Split- Ancona

Von Split aus gibt es eine Fähre nach Ancona, einigermaßen bezahlbar. Also geht es ab nach Italien. Am Rand des Örtchens Arcévia liegt das Ferienhäuschen malerisch an einem Hügel mit Blick in die Landschaft. Und überhaupt ist dieses Italien gewohnt maleris ch. Erfreulich viele Bioweinbauern in dieser Gegend (den Marken), Essen zum Sichhineinlegen und dazu Freunde, die wild entschlossen scheinen, uns zu mästen. Wunderbar…

Blick in die Marche

Blick in die Marken

Wir sollen gemästet werden...

Nur ein kleiner Zwischnsnack: Wir sollen gemästet werden…

Aber der nächste Termin steht, wir sind also gaaaaanz furchtbar im Stress… Am Wochenende starten die Motorradfreunde Bliesen ihr jährliches Fest und das ist ein Pflichttermin. Also verabschieden wir uns aus der Mast und begeben uns wieder auf die Straße. Mein Motorrad zickt ein wenig, mag irgendwie nur verhalten Gas geben, aber geht schon. Wir fahren über den Garda- in Richtung Bodensee. Bis nach Bliesen…!

Ein kurzer Blick auf den Gardasee....

Ein kurzer Blick auf den Gardasee….

Ein bisserl Panarama...

Ein bisserl Panorama…

...ein paar Kurven...

…ein paar Kurven…

...ein kurzer Kaffee bei Anton...

…ein kurzer Kaffee bei Anton (siehe u.a. Ghana)…

...fundamentalistischer Krawall am Morgen....

…fundamentalistischer Krawall am Morgen in Kressbronn am Bodensee….

immer weiter Richtung Bliesen....

…immer weiter Richtung Bliesen….

...wo uns Geschenke und ein Empfangskommitee überraschen....

…wo uns Geschenke und ein Empfangskommitee überraschen….

Rheinhessenempfang für uns...

…Rheinhessenempfang für uns (vom treuesten Blogkommentator)…

Parken, Zelt aufbauen...

Parken, Zelt aufbauen…

...und dann wird gefeiert...

…und dann wird gefeiert…

Und anschließend ein bisserl Kümmern...

Und anschließend ein bisserl Kümmern…

Jetzt rast’s schon fast wie normaler Urlaub: Von Kappadokien über Pamukkale ans Marmarameer und dann durch Griechenland…

Alte Steinwohnungen bei Göreme...

Alte Steinwohnungen bei Göreme…

Göreme in Kappadokien ist nett. Sehr touristisch, aber macht ja nix, sind ja Touris. Und ehrlich gesagt: Wenn ich etwas mehr bezahle und dafür alles funktioniert, dann fehlt mir auch nix.

Das Openair-Museum ist gar nicht wirklich open air. Man läuft da durch, in irgendwelche uralten Kirchenhöhlen und guckt dann im Felsen...

Das Openair-Museum ist gar nicht wirklich open air. Man läuft da durch, in irgendwelche uralten Kirchenhöhlen und guckt dann im Felsen…

Das ist denen wohl unangenehm, dass sie die Räume nicht vernünftiger nutzen. Oder warum sonst diese G'schamigkeit?

Das ist denen wohl unangenehm, dass sie die Räume nicht vernünftiger nutzen. Oder warum sonst diese G’schamigkeit?

Wieder nur 'ne Kirche...

Wieder nur ’ne Kirche…

Das Openair-Museum aber ist ihnen selber peinlich: Viele schöne Räume in die Felsen gehauen und was ist drin? Steinalte Kirchen! Zahlreich! Wer braucht denn das??? Wie wäre es beispielsweise mit Wirtshäusern? Die können ja die Malereien drinlassen, wegen mir. Und dann bräuchten die auch nicht mehr so g‘schamig zu tun, von wegen Fotografierverbot und so. Aber ist natürlich nur mein Lösungsvorschlag.

Mal ein hübscher Verkaufsstand mit ganz viel Schutz vor bösem Blick...

Mal ein hübscher Verkaufsstand mit ganz viel Schutz vor bösem Blick…

Morgengrauen....

Morgengrauen….

GOE Ballons IIRund um Göreme steigen kurz nach Mitternacht (das passende Wort: Morgengrauen) rudelweise Ballons auf und schweben über die Landschaft. Was aber nur mitkriegt, wer an seniler Bettflucht leidet… Aber schiach ist’s nicht.
Und die Felsenphallusse sind auch ganz schnuckelig zum Dranvorbeiwandern.

Felsige Phallussymbole überall...

Felsige Phallussymbole überall…

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Nach ein paar Nächten war’s das auch schon wieder und weiter geht’s Richtung zurück nach Europa.

Halim und Schwester von der Olypos Oase. Sehr lieb die beiden.

Halim und Schwester von der Olympos Oase. Sehr lieb die beiden.

Olympos (festgehalten mit Olympus...)

Olympos (festgehalten mit Olympus…)

In Çıralı bei Olympos machen wir Station bei Halim und seiner Schwester. Beide extrem nett und er spricht recht gut deutsch, seine Olympos Oase eine klare Empfehlung. Die Ruinen sind ebenfalls eine schnuckelige Wanderung. Bloß die Zeitangabe „nur 20 Minuten“ zu den Feuern von Chimaira: Die meinen alle vom Eingang aus!!! Und nicht vom Dorf! Und sogar da ist’s schamlos untertrieben!!! Aber sieht schick aus, wenn die Flammen aus dem Gestein am Berg kriechen. Wenn man den abendlichen Marsch überlebt, weil man sich sicherheitshalber ein Bier eingepackt hat…  und man darauf verzichtet, mi der türkischen Männerhorde, die an den Feuern Raki schlürft und Kebap zubereitet in eine Rauferei zu ziehen…

Ein ganzer Berg als Gasgrill...

Ein ganzer Berg als Gasgrill…

...lockt leider auch lärmende Horden an, was die Romantik dann durch beeinträchtigt...

…lockt leider auch lärmende Horden an, was die Romantik dann durch beeinträchtigt…

Weiter Richtung Pamukkale durch die Berge....

Weiter Richtung Pamukkale durch die Berge….

Und ich sage Dir: Übermut tut selten gut! Was das Tier jedoch ignoriert...

Und ich sage Dir: Übermut tut selten gut! Was das Tier jedoch ignoriert…

Von dort düsen wir weiter durch hübsche Berge, retten eine Schildkröte, fahren beim – wie wir finden – enttäuschenden Pamukkale vorbei (viele Menschen und wenig Wasser in den Terrassen – … nicht so prickelnd …) ans Marmarameer.

Jetzt, wo ich das Foto sehe: Eigentlich doch recht nett....

Jetzt, wo ich das Foto sehe: Eigentlich doch recht nett….

...trotz etwas Trubel....

…trotz etwas Trubel….

...und etwas wenig Wasser

…und etwas wenig Wasser

Eine wahre Küstenstraße...

Eine wahre Küstenstraße…

Die Türkei verabschiedet uns schließlich noch mit einem anständigen Sonnenuntergang und schon sind wir in Griechenland.

Ein letzter türkischer Sonnenuntergang...

Ein letzter türkischer Sonnenuntergang…

...und schon sind wir in Griechenland.

…und schon sind wir in Griechenland. Und werden „desinfiziert“…

Griechenland empfängt uns freundlich, wir waren da schon mal vor Urzeiten. Aber das auf die griechischen Schulden bei einer gewissen Merkel angewitzelt werden, brauche ich ja nicht – wer will schon gerne an Merkel erinnert werden…? Und das Desinfektionsbad zum Durchfahren reicht noch nicht mal für eine Felgenreinigung…

Übrigens, ganz anderes Thema: Wer wirklich was zum Thema Griechenland wissen will, der möge mal hier reinschauen

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCQQyCkwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DHrptpTTs3oM&ei=_SJzVcipAYGoUOD2g_AG&usg=AFQjCNEmbuCIVlq9WG8wVZf0MIQvpLNgoQ&sig2=ZKtZMdMu8svC0J__iY-rqQ&bvm=bv.95039771,d.d24

Hilft aber dem Griechen in der deutschen Fassung natürlich wenig… – und das alles auf Englisch erzählen, dafür reicht unsere Zeit in Griechenland nicht aus, denn Griechenland ist schnell durchquert. Obwohl wir uns durchfragen, treiben wir keine vernünftige Straßenkarte auf, was den Spaß dann doch reduziert. So ein Navi ist einfach kein Planungsinstrument …

...Schnelldurchquerung...

…Schnelldurchquerung…

Macht nix, wir wollen uns ja noch Albanien angucken, da waren wir noch nie… und Bliesen ist noch weit…! Hoffentlich finden wir für Albanien eine vernünftige Landkarte…!

 

Abschied nach Europa (Istanbul) und dann nach Asien…

Wir verbringen ein entspanntes Wochenende in Kapstadt, treffen noch einmal Stefan und Kerstin, die etwas frustriert auf Teile für ihre BMW warten und Adrian, einen angenehm schrägen Amerikaner, dem gerade ein Motorrad „zugelaufen“ ist mit dem er ein wenig in Afrika herum zu fahren gedenkt. Beim Bier kriegt der Gute selbstverständlich ein paar Tipps, wir setzen die Kennermiene auf… Und wir packen um. So ein Umzug auf einen anderen Kontinent will geplant sein.

Warten. Und warten. Und noch länger warten...

Warten. Und warten. Und noch länger warten…

Schon nackig, die Motorräder...

Schon nackig, die Motorräder…

Wie vor Wochen schon vereinbart schlagen wir mitsamt der Gefährte am Montag Vormittag erst beim südafrikanischen Zoll (erholsam, professionell, ein wenig desinteressiert…) und bei der Frachtfirma auf. Dort weiß keiner was. Also heißt es warten, telefonieren, warten. Und warten. Schließlich taucht ein Palettenbauer auf, die Motorräder werden erneut vermessen und er beteuert, er sei in allerspätestens zwei Stunden wieder da. Also warten. Und schon mal die Bikes herrichten. Sollbruchstellen wie die Scheiben müssen runter…

Zerlegen für die Paletten, endlich...

Zerlegen für die Paletten, endlich…

Etwa vier Stunden später taucht der Palettenbauer dann tatsächlich wieder auf. Mit Paletten. Und nagelneu gekauften Riemen. Und ab geht’s. Die Paletten machen nicht den Eindruck als würden sie die jeweils gut 300 kg Motorra(e)d(er) ertragen können, aber wir haben keine Alternative. Die Paletten müssen ein wenig nachgenagelt werden, als wir die Bikes drauf haben, aber erfreulicher Weise ohne dass ein Nagel in den Reifen oder anderen empfindsamen Motorradteilen landet. Schließlich werden die Dinger nach komplett kondomisiert. Einzig störend daran: Man empfindet es als notwendig, „breekbaar“-Aufkleber auf den treuen Fahrzeugen anzubringen. Meine Proteste, das wären alte Hondas, da geht nix kaputt, werden voll Unverständnis ignoriert, die Aufkleber seien ja nur zur Sicherheit….

Kondomisierer...

Kondomisierer…

Fertig im Ganzbikekondom...

Fertig im Ganzbikekondom…

Unverschämtheit! (Sind doch keine BMWs...;-)

Unverschämtheit! (Sind doch keine BMWs…;-)

Wir nehmen Abschied. Die Rückfahrt mit dem Bus in die Stadt fühlt sich recht eigenartig an. Hoffentlich geht alles gut…! Wir trinken noch einige Biere und rüsten uns für unsern Aufbruch. Tags drauf geht der Flieger…

Los geht's...

Los geht’s…

Ein letzter Blick auf Kapstadt

Ein letzter Blick auf Kapstadt

...fast geschafft...

…fast geschafft…

Istanbul: Schon wieder Panorama...

Istanbul: Schon wieder Panorama…

Gefühlt kurz nach Mitternacht landen wir in Istanbul. Die Passkontrolle braucht, das Gepäck braucht noch länger. Und das ganz ohne Raucherkabinen…!!! Aber schließlich landen wir bei Irmelas früherer Kollegin Birgit, ihrem Gatten Erik und ihrem Sohnemann auf der nächsten Panoramaterrasse. Eine traumhafte Ankunft, nach dem Irmela den Taxifahrer in die richtigen Sträßchen gelotst hat: Ob wir denn schon in der Kaffeezeit wären oder noch in der Bierzeit. Bierzeit? Hört sich gut an, also erstmal ein Vormittagsschlafbierchen. Wunderbar!

Istanbul, eine wirkliche Groooossssstadt

Istanbul, eine wirkliche Groooossssstadt

Voller Freude entdecken wir, dass pünktlich zum Wochenende unsere Motorräder auch in Istanbul eingetroffen sind. Aber Turkish Kargo erklärt uns am Flughafen, nachdem telefonisch keinerlei Durchkommen war, dass der Zoll am Wochenende frei hat. Und darum gibt’s die Motorräder frühestens am Montag. Wir sollen doch wieder kommen. Sinnlose knapp 40 Kilometer zweifach durch Istanbul, was’n Spaß…!

DIe Motorräder sind da!!! (Aber kein Rankommen…)

Istanbul ist riesig und voll. Aber nicht so voll, dass es leicht wäre, neue Reifen für uns aufzutreiben… Der Großhändler verspricht uns, er habe Reifen und die würde er sofort losschicken…

Hagia Sofia in Istanbul -  Alleinstellungsmerkmal: Die kürzeste Warteschlange...

Hagia Sofia in Istanbul – Alleinstellungsmerkmal: Die kürzeste Warteschlange…

Beim sonntäglichen Sightseeingausflug ist Istanbul sogar zu voll für die meisten der Sehenswürdigkeiten. Auf elendslange Warteschlangen haben wir nun wirklich keine Lust. Aber in die Hagia Sofia schaffen wir es.

Mit dem Linienboot zurück...

Mit dem Linienboot zurück…

Und nach einem kurzen Bier aufs Linienboot, dass uns den Bosporus zurück an den Stadtrand bringt. Wir haben noch Einiges zu erledigen in den nächsten Tagen. Unter anderem zicken gerade beide Navis. Mein Europa-Navi hat ein zerstörtes Display und Irmelas findet seine Daten nicht…

...unter den Bosporusbrücken hindurch an den Stadtrand...

…unter den Bosporusbrücken hindurch an den Stadtrand…

In der Früh wirkt der Zoll, der kurz nach uns am Flughafen eintrifft, freundlich: Wir sollen doch einfach mal 10 Minuten da warten, dann wird das schon…

Nur mal 10 Minuten warten... Und warten ... und warten...

Nur mal 10 Minuten warten… Und warten … und warten…

Hip-hip-hurra! Schon am Vormittag! Und dann dauert's doch noch bis Spätnachmittag...

Hip-hip-hurra! Schon am Vormittag! Und dann dauert’s doch noch bis Spätnachmittag…

Zusammenbau in der Zollkontrollhalle...

Zusammenbau in der Zollkontrollhalle…

Endlich. Am frühen Abend nach endlosen Verhandlungen sind wir vor der Schranke...! Mitfühlende Frachtprofis bieten mir erstmal ein Bier an, aber ich muss doch noch fahren...!

Endlich. Am frühen Abend nach endlosen Verhandlungen sind wir vor der Schranke…! Mitfühlende Frachtprofis bieten mir erstmal ein Bier an, aber ich muss doch noch fahren…!

Denkste! Die Motorräder aus dem Zoll zu kriegen, stellt sich als nahezu afrikanische Erfahrung heraus: Der Computer mag irgendetwas an unseren Motorraddaten angeblich nicht, also werden unsere Papiere bei Seite gelegt und stattdessen andere Fracht bearbeitet. Immerhin: Auf penetrantes Nachfragen, werden uns die Motorräder schließlich in den Zollkontrollbereich gebracht, wir können sie wieder zusammenbauen. Aber nicht fertig, weil jetzt ist Mittagspause. Und dann kämpfe ich bis in den späten Nachmittag mit dem Zoll, laufe hierhin und dorthin und dann wieder von vorne, bis sich endlich etwas rührt. Aber vorher heißt es noch blechen: Nicht an den Zoll, aber Turkish Kargo macht uns eine 400-Euro-Rechnung für „Storage“ auf: Die Bikes sind Gefahrgut und mussten schließlich von Samstag Früh bis Montag Spätnachmittag in der Frachthalle beherbergt werden… Ein echter Bock, den uns Bradley von Menzies da in Kapstadt geschossen hat: Genau darum wollten wir unsere Bikes doch VOR dem Wochenende haben!!! So wird unsere ursprüngliche Freude über den vereinbart guten Preis dann doch noch um einige Hundert Euro gemindert…!

Klein, aber gut: Zenn Motors...

Klein, aber gut: Zenn Motors…

Tage später, an einem Feiertag nach stundenlanger Recherche landen wir zumindest bei einem kleinen Reifenhändler, der offensichtlich genau die Reifensets im Regal liegen hat, die der Großhändler schon vor Tagen versprach. Sie wären heute angekommen… Die Jungs sind nett, einige „Freunde“ sprechen englisch und die Reifen werden nicht nur aufgezogen, sondern sogar ausgewuchtet! Richtig professionell. Und auch nicht teurer als zu Hause.

Reifenprofis und übersetzende Freunde...

Reifenprofis und übersetzende Freunde…

Nach dem die Mission Reifenwechsel erfolgreich abgeschlossen ist und wir befürchten, wir könnten irgendwann unseren sehr netten, trinkfesten und gut kochenden Gastgebern zu viel zumuten, unsere Pflichterledigungen (z.B. Navi) soweit abgeschlossen sind, machen wir uns auf die Socken Richtung Kappadokien…

Sicherer Parkplatz auf der Straße in Adapazari

Sicherer Parkplatz auf der Straße in Adapazari. Und gleich nebenan ein Bremer Biergarten im Hinterhof…

Wirklich grandios ist die Gastfreundschaft, die uns unterwegs begegnet. Bei einem der ersten Autobahnstopps, einige Kilometer hinter Istanbul, klingt das so: Ich bin Deniz aus Köln, wenn Ihr ein Problem habt, ruft einfach an, ich helfe Euch gerne! Ja, ich weiß da ein günstiges Hotel, kein Problem. Und dann ruft Deniz dort gleich an, der Tarif passt, man erwartet uns. Mit wenigen Worten Englisch und ohne Deutsch. Aber der Nachbar hat eine Bierkneipe und ist in Bremen aufgewachsen. Ja, da auf der Straße, da sind die Motorräder ganz sicher. Weil da ist doch eine Kamera. Wir sind skeptisch, aber am nächsten Tag passt immer noch alles. Weiter geht’s.

...ab über die Berge...

…ab über die Berge…

Immer alle freundlich und irgendwer kann dann schon ein paar Worte englisch...

Immer alle freundlich und irgendwer kann dann schon ein paar Worte englisch…

Kurz vor Kappadokien erwischt uns doch noch der Regen...

Kurz vor Kappadokien erwischt uns doch noch der Regen…

...aber wir finden einen Unterschlupf und der Spuk dauert nicht sehr lange

…aber wir finden einen Unterschlupf und der Spuk dauert nicht sehr lange

Die Autobahn ist uns entschieden zu langweilig, also biegen wir ab über die Berge. Wo wir wieder freundlich empfangen werden und uns irgendwann, kurz vor Kappadokien, sogar das Gewitter einholt, dass uns schon den ganzen Tag verfolgt. Aber wir finden ein Plätzchen zum Unterstellen und nach ein wenig Gewarte kommen wir dann doch noch trocken bis nach Göreme. Aber das wird dann eine andere Geschichte…

Richtung Abschied aus Afrika…

Bewährter Reparaturplatz und angenehm warm: The Spot

Bewährter Reparaturplatz und angenehm warm: The Spot

Stiefelspülung, die erste.

Stiefelspülung, die erste.

Mit einem immer noch nicht wirklich vertrauenswürdigem Benzinhahn flüchten wir uns erneut in The Spot bei Port Shepstone. Hat sich als Reparaturplatz bewährt… Der ziemlich stinkende Stiefel wird nochmal ordentlich eingeweicht, Wäsche gewaschen und ein paar Bier gibt’s natürlich auch. Aber zivilisiert. Nicht so wie die jugendliche Horde von 24 Junggesellenabschiedlern und Surfern, die dort einfällt…

Landstraße durch die Hügel...

Landstraße durch die Hügel…

Nur noch rund 900 Kilometer bis nach Kapstadt. Aber der direkte Weg ist natürlich nix für uns. Außerdem haben wir schon wieder neue Tipps im Gepäck. Jeder Biker, den man trifft, erzählt einem wohin man aber UNBEDINGT auch noch fahren muss…

Bei Port St. Johns...

Bei Port St. Johns…

Mondaufgang in den Bergen bei Hogsback...

Mondaufgang in den Bergen bei Hogsback…

Und es sind ja wirklich hübsche Plätzchen dabei: Über Port St. Johns geht’s weiter nach Hogsback, von da aus nach Port Elisabeth und dann in 170 km Schotter durch die Baviaanskloof.

Baviaanskloof: Ein Enduristen-"Muss"

Baviaanskloof: Ein Enduristen-„Muss“

Nicht ganz leicht mit schweren Fuhren...

Nicht ganz leicht mit schweren Fuhren…

Flussdurchfahrt, aber längs...

Flussdurchfahrt, aber längs…

Irmela beim Wasserschieben. Und ich bin schuld....

Irmela beim Wasserschieben. Und ich bin schuld….

Wirklich hübsch, aber manchmal schon recht anspruchsvoll. Ich Idiot mache den Fehler, halte in einer 100-Meter-Flussquerung an. Was muss man den Fluss auch längs durchqueren…! Weil es mir irgendwie zu weit vorkommt. Aber es ist genauso schon richtig. Blöd aber: Mit meinem Anhalten zwinge ich auch Irmela zum Stoppen.
Während ich es schaffe, wieder anzufahren, versucht Irmela es mit Schieben, bis ich die Geduld verliere und mir ihre Transalp schnappe… Jetzt sind meine Stiefel so richtig durchgespült…

Die (kleineren) Nationalparkteil von Baviaanskloof hätten wir schon mal überlebt...

Die (kleineren) Nationalparkteil von Baviaanskloof hätten wir schon mal überlebt… (mit nassen Schuhen…)

 

Das rettende Schild zur Krüger-Farm

Die Kruger(gesprochen: "Krüger")-Farm für Touris... Nett, da dort.

Die Kruger(gesprochen: „Krüger“)-Farm für Touris… Nett, da dort.

Günstiger Weise taucht aber ein paar (Dutzend) Kilometer weiter endlich eine Übernachtungsgelegenheit auf: Die Kruger-Farm. Da muss ich natürlich rein und Pieter und Magriet begrüßen uns freundlich und nehmen uns spontan (aber nicht unentgeltlich) auf. Hausfrauskost und ein viel zu luxuriöser Palast zum Übernachten, aber wir wollen Erholung.
Die „Krügers“ sind sehr herzlich und erzählen uns von ihrem Aufforstungsprojekt, dass die Schäden aus Hunderten Jahren Ziegenzucht beseitigen und die Wasserversorgung sichern soll.

Info über Aufforstungsprojekt in den Hügeln der Krüger-Farm

Info über Aufforstungsprojekt in den Hügeln der Krüger-Farm

Noch längst nicht vorbei, immer noch Baviaanskloof...

Noch längst nicht vorbei, immer noch Baviaanskloof… jetzt aber gut ausgeruht…

Kleiner Schreibfehler für Eingeweihte…

Es liegen noch knapp 100 Kilometer Schotter vor uns. Aber der Schotter wird irgendwann deutlich leichter und dann kommt Straße… Fast schon langweilig.

Deutlich langweiliger als Schotter...

Deutlich langweiliger als Schotter…

Robertson Weintasting... Also die Schokolade war echt gut!

Robertson Weintasting… Also die Schokolade war echt gut!

Auf dem Weg nach Kapstadt legen wir noch einen Zwischenstopp in Robertson ein. Ein bisserl Weinprobe ist der Plan. Und die finden wir auch. Allerdings finden wir die Schokoladen, jeweils auf einen spezifischen Wein abgestimmt, deutlich besser als die Weine…

...ein paar Hindernisse am Wegesrand...

…ein paar Hindernisse am Wegesrand…

Unser wohl letzter afrikanischer Pass...

Unser wohl letzter afrikanischer Pass…

Da sind wir wieder...

Da sind wir wieder…

Angekommen in Kapstadt

Angekommen in Kapstadt

Aber von hier ist es eine gemütliche Tour nach Kapstadt und wir wissen da jemanden, wo nachmittags gegrillt wird – da wollen wir natürlich hin. Und auch danach bleibt genug zu tun:
Wir müssen noch umpacken für den Flug, die Bikes herrichten und abliefern und uns aus Afrika verabschieden…

Ab nach Nordostsüdafrika…

Ein bisserl Piste, die uns Karl extra zeigt. Und weg isser...

Ein bisserl Piste, die uns Karl extra zeigt. Und weg isser…

Endlich wieder einigermaßen warm, so ist das näher am indischen Ozean. In Knysna kriegen wir von Karl vom Jembo’s Backpacker ein paar Tipps für die weitere Route. Wir starten sogar gemeinsam, aber es stellt sich schnell heraus, dass die hiesigen Biker ohne Gepäck und allesamt mit Motocrossvergangenheit entschieden zu entschieden ans Gas gehen. Also fahren die voraus und wir zuckeln hinterher. Leider verpassen wir die Jungs, können uns also nicht mal verabschieden. Aber auf der schönen Schotterstrecke sind wir. Und Angies G-Spot finden wir auch. Eigentlich als Zwischenhalt gedacht, beschließen wir spontan, erstmal zu verweilen. Ein kurzer Fahrtag, etliche Biere, eine angenehme Nacht im Safarizelt im malerischen Tal, das lässt sich aushalten.

Angies G-Spot-Bar

Angies G-Spot-Bar

GSpot Zelt

Nicht mal das eigene Zelt brauchen wir bei Angies G-Spot…

Von da aus am nächsten Tag noch einige Kilometer Schotter durch die Berge, dann hübscher Teer und immer noch Berge. Berge haben die ziemlich reichlich in Südafrika. Die aufziehenden Regenwolken bescheren uns Kühle und wir packen glatt, das ungefähr vierte mal in den letzten 8 Monaten, unsere Regenkombis aus. Kaum ist das erledigt, ist der Spuk auch schon wieder vorbei und wir kommen einigermaßen trocken weiter. Der Empfehlung von Karl folgend, landen wir im Tsitsa Falls Backpackers. Wieder: Einfach schön da.

Der Regen oder besser die Wolken haben uns: Das vierte Mal in 8 Monaten. Geht schon...

Der Regen oder besser die Wolken haben uns: Das vierte Mal in 8 Monaten. Geht schon…

Düstere Wolken. aber nicht tragisch...

Düstere Wolken. aber nicht tragisch…

...schon wieder vorbei...

…schon wieder vorbei…

Schicke Landschaft...

Schicke Landschaft…

Eine kleine Rundhütte für uns bei der Tsitsa Backpackers Lodge...

Eine kleine Rundhütte für uns bei der Tsitsa Falls Backpackers… – nachts müssen wir den Holzofen anschmeißen…

Hinter den Tsitsafalls...

Hinter den Tsitsafalls…

Ohne Worte

Ohne Worte

Vorbei an ein paar Bushmanpaintings kann man hinter dem Wasserfall durchwandern. Angeblich gibt’s in der Nähe noch mehr Malereien, aber die finden wir nicht.

Tsitsafalls BPEin kleines Problemchen aber haben wir: Nachts wird es richtig kalt. Der Wetterbericht warnt vor Schnee auf den höheren Bergen. Das wollen wir nicht. Also wieder Richtung Küste, beschließen wir.

Richtung Wärme

Richtung Wärme

The Spot Backpackers bei Port Shepstone: Ein schönes, entspanntes Plätzchen mit angenehmen Menschlein

The Spot Backpackers bei Port Shepstone: Ein schönes, entspanntes Plätzchen mit angenehmen Menschlein

Auch der indische Ozean hat Strand...

Auch der indische Ozean hat Strand…

Ind Ozean

Platter, die Zweite...

Platter, die Zweite…

Bei Port Shepstone landen wir bei entspannt sommerlichen Temperaturen im The Spot Backpackers, das von Bruce organisiert wird, die mit ihrem Gatten Pete auf zwei XTs auch schon drei Jahre durch die Welt zuckelten, bevor sie am indischen Ozean hängen blieben. Wieder einfach schön. Wir bleiben deutlich länger als geplant. Irmelas Vorderrad will irgendwann tatsächlich die Luft nicht halten. Also bauen wir den frischen Reserveschlauch ein. Leider zerstören wir den gleich beim Einbau, also den neuen Schlauch flicken und wieder von vorn… Aber: Es klappt. Vielleicht hätte ich gleich die Reifenmontierpaste, die die Reise unauffällig in der Ersatzteiltasche verbrachte, benutzen sollen?

Vielversprechende Anfahrt....

Vielversprechende Anfahrt….

St. Lucia erinnert teils fast an Afrika...

St. Lucia erinnert teils fast an Afrika…

Aber es hilft nix, irgendwann muss es weiter gehen. Mit vielen neuen Tipps im Gepäck geht es raus aus The Spot und Richtung St. Lucia. Der iSimangaliso-Wetlandpark soll toll sein.

Aber guckt selber…

Hippos...

Hippos…

...noch'n Hippo...

…noch’n Hippo…

Zur Abwechslung: Ein Krokodil...

Zur Abwechslung: Ein Krokodil…

...eine echt nette Bootstour...

…eine echt nette Bootstour…

Und noch'n Hippo...

…und wieder’n Hippo…

...und nochmal...

…und nochmal…

Sehr geil: Die Nachtsafari...

Sehr geil: Die Nachtsafari, auf die es hinterher ging…

Auf sowas warten Manche viele Jahre, wir nich...

Auf sowas warten manche viele Jahre, wir nich… Aber die Kamera kommt deutlich an ihre Grenzen…

Zebracrossing unterwegs

Zebracrossing unterwegs

Ein Schild verrät: Kruger Bridge. Unangemessen, finde ich...

Ein Schild an der Straße verrät: Hier gibt’s eine Kruger Bridge. Also rein in den Schotter… – Aber: Unangemessen, finde ich…

SWA Welcome

SWA Berge 1

Mit einem Zwischenstopp im nirgendwo geht es weiter nach Swaziland. Recht hübsch, dieses Swaziland. Aber wir wollen noch weiter. Schließlich wartet da noch ein großer Park, der sogar meinen Namen trägt. Also nur ein kurzes Intermezzo.

SWA Berge 2

Irmelas CDI zickt...

Irmelas CDI zickt…

Nicht schlecht, dieses Swaziland, oder?

Nicht schlecht, dieses Swaziland, oder?

Richtung Barberton. Schick ist das hier...

Wieder in Südafrika, Richtung Barberton. Schick ist das auch hier…

Bei der Ausfahrt aus Swaziland, wofür wir eine kleine Grenze mit einem Stück Schotter aussuchen, macht Irmelas Motorrad Zicken und läuft zwischendrin nur auf einem der Zylinder. Offenbar spinnt eines der CDIs. Mit ein bisserl Hinundher und gelegentlichen CDI-Pausen geht’s dann schon, wieder über die Grenze nach Südafrika bis nach Barberton.

Richtung Barberton

Richtung Barberton

Nicht soweit, wie wir eigentlich wollten, aber mal wieder ein Glücksgriff: Wir landen in der persönlichen Obhut von Whitey, der nichts unversucht lässt, uns glücklich zu machen. Inklusive eigens gekochten Abendspeisen, Biereinkauf und Nationalparktour. Weil schließlich gibt’s da ja ein Fleckchen Südafrika, ungefähr die Größe von Holland, der meinen Namen trägt: Der Krüger Nationalpark. Die haben hier aber die Pünktchen auf dem Ü verloren….

In persönlicher Betreuung von Whitey auf den Einlass wartend. Gähn. Zu nachtschlafender Zeit während die Sonne gerade aufgeht...

In persönlicher Betreuung von Whitey auf den Einlass wartend. Gähn. Zu nachtschlafender Zeit während die Sonne gerade aufgeht…

Alle rauschen hinein in den Park, wir lassen uns Zeit und gucken...

Alle rauschen hinein in den Park, wir lassen uns Zeit und gucken und haben schon den ersten Elefanten gleich hinterm Tor…

Impalas gibt's hier viele...

Impalas gibt’s hier viele…

...und Kudus...

…und Kudus…

...und Elefanten....

…und Elefanten….

...und monstergroße Giraffen...

…und monstergroße Giraffen…

...und Affen, die nicht gefüttert werden, aber sehr schnell und diebisch sind, wenn einer seinen Grill nicht gut genug bewacht...

…und Affen, die nicht gefüttert werden, aber sehr schnell und diebisch sind, wenn einer seinen Grill nicht gut genug bewacht…

...und dicke Elefanten...

…und dicke Elefanten…

...und noch mehr Elefanten, auch in hübscher Landschaft...

…und noch mehr Elefanten, auch in hübscher Landschaft…

...und Büffel...

…und Büffel…

...und Giraffen...

…und Giraffen…

...und allerlei Getier durcheinander...

…und allerlei Getier durcheinander…

Und ein außergewöhnliches Tier: Die Auslassschlange aus dem Park. Gut bloss, dass man von diesen Massen tagsüber so gut wie nichts bemerkt...

Und ein außergewöhnliches Tier: Die Auslassschlange aus dem Park. Gut bloss, dass man von diesen Massen tagsüber so gut wie nichts bemerkt…

Ein ziemlich langer, schöner Tag, leider aber keine dicken Löwen für uns….

Whiteys Gold Nugget, auch das eine klare Empfehlung...

Whiteys Gold Nugget, auch das eine klare Empfehlung…

Barberton Gold Nugget

Zwischendrin und aus gegebenem Anlass: Frühstück im Bett für Irmela...

Zwischendrin und aus gegebenem Anlass: Frühstück im Bett für Irmela…

Wir verbringen noch ein bisserl Zeit in Barberton in Whiteys Gold Nugget, machen einen Ausflug auf einen der zahlreich vorhandenen Berge, Aber irgendwann müssen wir dann doch wieder weiter: Wir verlassen Barberton und fahren wieder Richtung Süden…

Da sickern mir doch glatt ein paar Liter auf und in den Schuh. Ausgesprochen unschön, sowas...

Da sickern mir doch glatt ein paar Liter auf und in den Schuh. Ausgesprochen unschön, sowas…

Und jetzt erwischt es erstmalig mich: EINE PANNE! Ungefähr 5 Liter Sprit sickern mir auf und in den rechten Stiefel, jedenfalls aus dem Tank. Und das ist nicht original und kann gar nicht sein! Also Reparatur in der Pampa am Straßenrand. Immerhin: Es klappt, das italienische Qualitätszubehör ist wieder einigermaßen dicht. Scheint es…
(Mit Original-Hondateilen wäre das wohl nicht passiert… )

Ein Weilchen Kapstadt und Südafrika ein wenig Richtung Nordosten

Kapstadtpanorama...

Kapstadtpanorama…

Auch wenn's dunkel ist und man ja eigentlich nix sieht ganz nett, dieses Cape Town Panorama...

Auch wenn’s dunkel ist und man ja eigentlich nix sieht ganz nett, dieses Cape Town Panorama…

So eine Art Alpenglühn, nur halt in Kapstadt

So eine Art Alpenglühn, nur halt in Kapstadt

Städtischer Bilderrahmen...

Städtischer Bilderrahmen…

Tafelberg

Tafelberg

Kapstadt: Und immer drückt sich der Tafelberg ins Bild...

Kapstadt: Und immer drückt sich der Tafelberg ins Bild…

Kapstadt ist eigentlich ganz angenehm, aber irgendwie kommt es uns nicht sehr afrikanisch vor. Mag daran liegen, dass wir solch verwegene Dinge anstellen, wie uns dem Shopping hinzugeben und einige Pflichttermine stehen auch an: Der traditionelle Karschweinsbraten muss her und ein wenig geburtstagt es ja auch mit einem Weisswurstfrühstück. Man kann ein Weisswurstfrühstück auch mit hellem August nehmen, sogar wenn man direkt aus dem Bett gefallen ist.

Schönes Karschweinerns...

Schönes Karschweinerns…

Der Beweis: Auch in Afrika ist Zivilisation!

Der Beweis: Auch in Afrika ist Zivilisation!

Weißwurschtfrühstück geht auch hellem August. Das ist der Beweis. Danach - als ich nicht mehr unmittelbar aus dem Bett gescheut war - sah ich (wieder) wesentlich besser aus...

Weißwurschtfrühstück geht auch hellem August. Das ist der Beweis. Danach – als ich nicht mehr unmittelbar aus dem Bett gescheut war – sah ich (wieder) wesentlich besser aus…

Kapstadt: Ein überzeugender Gebäudename...

Kapstadt: Ein überzeugender Gebäudename… Aber: 121 Biere, aber kein einziges der 5 Wichtigsten…

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Die braven alten Hondas brauchen Massage (Service). Wir haben in den Cederbergen einen Tipp gekriegt und der war prima: Während Stefan (www.einspurig-reisen.de) bei BMW über die Reise referiert (das macht er gut) steht sein Motorrad mit kaputtem Kardan da. Die alten Hondas gehen einfach zum Service. Leider zeitgleich. Wir hätten die braven Hondas wirklich gerne provokativ vor der Türe geparkt…!

Michael Fuchs, Motorradmasseur in Capri Village: Jetzt laufen die alten Hondas noch besser!

Michael Fuchs, Motorradmasseur in Capri Village: Jetzt laufen die alten Hondas noch besser!

Sieht ganz schön dramatisch aus, manchmal, wenn Du Dein Motorrad vom Service holst...

Sieht ganz schön dramatisch aus, manchmal, wenn Du Dein Motorrad vom Service holst…

Vortrag bei BMW. Stefan erzählt (www,einspurig-reisen.de). Apropos: BMW, das ist die Firma, die Motorräder baut, mit denen man nicht 30.000 km durch die Welt fahren kann, weil sonst ist man selber schuld, wenn was kaputt geht.

Vortrag bei BMW. Stefan erzählt (www,einspurig-reisen.de). Apropos: BMW, das ist die Firma, die Motorräder baut, mit denen man nicht 30.000 km durch die Welt fahren kann, weil sonst ist man selber schuld, wenn was kaputt geht.

Stefan erzählt. Das macht er sehr nett. Hier: Dem BMW-Motorrad-Club Cape Town... und hofft auf Reparaturrabatte...  Leider sind unsere alten Hondas beim Service! Wir hätten sie echt gern provokativ vor die Türe gestellt!!!

Stefan erzählt. Das macht er sehr nett. Hier: Dem BMW-Motorrad-Club Cape Town… und hofft auf Reparaturrabatte…   – Leider sind unsere alten Hondas beim Service! Wir hätten sie echt gern provokativ vor die Türe gestellt!!!

Und wir kümmern uns außerdem darum, wer uns und die Bikes wohin schafft. Weil Ostafrika hochrasen, das ist nix für uns. Ist einfach ein bisserl groß, dieses Afrika. Also gucken wir nach Flügen und machen die weitere Route klar. Die Türkei macht das Rennen und von da aus schaffen wir es bestimmt auch bis Ende Juni zu den Motorradfreunden Bliesen.

Doch alles hat ein Ende: Irgendwann verlassen auch wir Kapstadt wieder… Erstmal zum südlichsten Punkt Afrikas. Und dann ein wunderbares Zickzack…

Cape Agulhas: Der wirklich südlichste Zipfel Afrikas...

Cape Agulhas: Der wirklich südlichste Zipfel Afrikas…

Route 62:  Eine nette Straße!

Route 62: Eine nette Straße!

Der Name ist Programm: Das kleine Restaurant "Lekker" in Ladismith. Mmmmmhhh!

Der Name ist Programm: Das kleine Restaurant „Lekker“ in Ladismith. Mmmmmhhh!

Die Pässe-Straße: Wo man so reinstolpern kann! Sehr hübsch...

Die Pässe-Straße: Wo man so reinstolpern kann! Sehr hübsch…

Mal wieder Schotter... die Pässestraße Richtung Knysna...

Mal wieder Schotter… die Pässestraße Richtung Knysna…

Du fährst Richtung Küste, bist fast da, dann kommt der Nebel....

Du fährst Richtung Küste, bist fast da, dann kommt der Nebel….

Kurz vor Knysna: Auch beim indischen Ozean wanzt sich der Nebel gelegentlich an...

Kurz vor Knysna: Auch beim indischen Ozean wanzt sich der Nebel gelegentlich an…

Uns bleibt noch rund ein Monat, mal sehen, ob wir es bis zum Krüger-Nationalpark schaffen. Weil da muss ich schon mal gucken, was die da in meinem Namen so anstellen.

Geschafft: Wir sind in Kapstadt!

Da versucht das Tier auf einer flott fahrbaren Piste vor mir weg zu laufen und will dabei aber die Piste nicht verlassen! Ich mache mir Sorgen, dass der Springbock sich zu Tode läuft und muss vom Gas... Irgendwann biegt er dann doch ab...

Da versucht das Tier auf einer flott fahrbaren Piste vor mir weg zu laufen und will dabei aber die Piste nicht verlassen! Ich mache mir Sorgen, dass der Springbock sich zu Tode läuft und muss vom Gas… Irgendwann biegt er dann doch ab…

Wir verabschieden uns von der Luxushitze in der Luxuslodge und machen uns auf die Socken. Über erstmal mehr als 100 km Piste geht’s weiter Richtung Süden. Irgendwie versucht sich dabei ein Springbock durch Laufen selbst umzubringen, aber mit ein paar Monaten Afrikaerfahrung kriegen wir auch das noch hin.

Die erste Panne!!! Irmelas Vorderreifen mag die Luft nicht halten.

Die erste Panne!!! Irmelas Vorderreifen mag die Luft nicht halten.

Kurz vor der Kleinstadt Maltahöhe ist es dann soweit: Die erste Panne! Wir versuchen mit dem Kompressor den Reifen zu füllen, damit Irmela bis in die nahe Kleinstadt fahren kann, aber nach 100 Metern ist der Reifen wieder platt. Glück muss man haben! Hätte ja auch 90 km vorher passieren können…!

Wer sein Motorrad liebt, die schiebt...

Wer sein Motorrad liebt, die schiebt…

Edward mit Arbeiter: Boxenteam für Irmelas Vorderreifen...

Edward mit Arbeiter: Boxenteam für Irmelas Vorderreifen…

Kurz nach der Panne können wir's laufen lassen... Zum Testen...

Kurz nach der Panne können wir’s laufen lassen… Zum Testen…

Also: Wer sein Motorrad liebt, der schiebt. Besser gesagt: die. Nur ein paar Hundert Meter zum Reparaturteam im Kaff Maltahöhe.
Die wollen zwar erst den Reifenrand kaputtreparieren, haben wir den Eindruck als sie mit den viel zu dicken Reifen-Montiereisen, die sie für Autoreifen verwenden, ans Werk gehen. Die bleiben dann erst mal stecken und müssen wieder rausgenackelt werden. Das Ganze unter Spannung, da leidet die Reifenrandwulst. Als ich meine Montiereisen dann doch auspacke und es fortan deutlich einfacher geht, akzeptieren sie auch so verwegene Sonderwünsche, wie dass sie erst ein wenig Luft in den zweifach geflickten Schlauch füllen sollen und ihn danach in den Reifen pfriemeln und auf die Felge montieren sollen. Warum? Weil man sich dabei den Schlauch nicht einklemmt und es einfach leichter ist, das Ding faltenfrei wieder auf die Felge zu kriegen. Kann man vom Fahrrad kennen, muss man aber nicht. Zweifelnd werde ich betrachtet, aber man fügt sich. Zum Abschied nach rund einer Stunde präsentieren die Handwerker sich noch stolz der Kamera und wir sind raus.

Steakhindernis

Der nächste Tag beweist: Auch auf Straßen gibt es reelle Gefahren! Manchmal Steaks!

Jetzt könnte es auf Straßen weitergehen. Erst einmal. Wir beschließen, dass wir am nächsten Tag einen kleinen Umweg nehmen und uns der Grenze nach Südafrika auf einer Piste, die dem Oranje-Fluss folgt, nähern.

Polizei-Checkpoint vor dem Oranje-River...

Polizei-Checkpoint vor dem Oranje-River…

Dort erleben wir die erste ernsthafte Polizeikontrolle seit Wochen. Die Herrschaften wollen wissen, wo wir Diamanten und Drogen versteckt haben, inspizieren die Führerscheine und halbherzig das Gepäck. Wohl doch keine Drogen und keine Diamanten? Ach, so ein Zufall! Ausgerechnet die ungefähr 551ste Kontrolle auf dem Weg durch Afrika findet nichts…!!! Die Beamten teilen unser Erstaunen über diesen Umstand zwar nicht, lassen uns aber selbstverständlich ziehen.

Nach dem Checkpoint dann doch nicht mehr aufschiebbar: Irmela will wieder gasgeben können, dazu darf ich den Griff kleben... Der hält jetzt ewig!

Nach dem Checkpoint dann doch nicht mehr aufschiebbar: Irmela will wieder gasgeben können, dazu darf ich den Griff kleben… Der hält jetzt ewig!

Die Piste am Oranje ist eigentlich ganz nett, jedenfalls landschaftlich, leider aber gelegentlich wieder mit diesen Weichteilbeschädigerrillenpassagen. Aber wir bleiben entspannt, haben uns entschlossen, irgendwo wild zu campen. Alles spricht dafür. Oder besser, fast alles: Die schönsten Plätze sind von Affenherden besetzt und die wollen wir nicht zwingend im Zelt haben. Also weiter. Vielleicht ist da ein Platz?

Und wieder einmal finde ich ein Sandloch für's Hinterrad... (bei voller Beladung, na klar...)

Und wieder einmal finde ich ein Sandloch für’s Hinterrad… (bei voller Beladung, na klar…)

Das Ufer gegenüber des Oranje ist Südafrika! Wir sind fast da...!

Das Ufer gegenüber des Oranje ist Südafrika! Wir sind fast da…!

Noch ein paar Meter weiter vorne gucken… – und schon wieder finde ich ein Sandloch für mein Hinterrad. Gut, dass Irmela ein paar Meter weiter wartet und dort ein Brett gesehen hat. Also das Motorrad auf die Seite gelegt, das Brett drunter und schon geht’s weiter. Solchermaßen motiviert, landen wir dann doch auf dem Camping der nächsten Luxuslodge. Was den unbestreitbaren Vorteil hat, dass es dort Bier einfach so zum Bestellen gibt. Allerdings werden wir dann doch noch von einem Viech überfallen, dass dreist das Zelt besetzt.

Kampfkuscheltier besetzt Zelt... Kein Respekt, die Viecher hier!

Kampfkuscheltier besetzt Zelt… Kein Respekt, die Viecher hier!

Aber auch das kann nicht verhindern, dass wir am nächsten Tag (Samstag) die sehr entspannte Grenze von Namibia nach Südafrika überqueren. Wir begeben uns im Zickzackkurs Richtung Kapstadt. Erstmal Richtung Strandfontain.

Strandfontain. Sieht nett aus, ist aber schlimme Wüste!!!

Strandfontain. Sieht nett aus, ist aber schlimme Wüste!!!

Dieses ist eine ernstzunehmende WARNUNG: Fahre NIEMALS nach Strandfontain, wenn Du nicht ausreichend Vorräte dabei hast! Da gibt’s nix. Ein Café, das um 17 Uhr schließt. Falls es vorher offen gewesen sein sollte. Kein Shop, kein Bottleshop. Nix. Gut, dass wir ein paar Vorräte haben. Essen, Wasser, Gin und Klipdrift-Brandy. Kaffee und ein bisserl Frühstück. Geht also schon. Aber ohne Vorräte, nicht auszudenken! WARNUNG vor Strandfontain!

Morgennebel in der Wüste: Strandfontain

Morgennebel in der Wüste: Strandfontain

Daraufhin fahren wir weiter Richtung Zack. Weg vom aufziehenden, kalten Morgennebel, weg von der Küste. Nach 20 Kilometern ist der Spuk vorbei, die Sonne knallt wieder runter. Wir fahren hinein in die Cederberge. Wieder Schotter. Kurz vor einem Regenschauer stoppen wir im Jamaka Resort, wo wir uns mit zu viel der guten Bratwürste und Mangos versorgen. Am nächsten Tag geht’s weiter. Auch wenn eine Affenhorde eine Straßenblockade versucht. Trauen sich dann aber doch nicht recht…

Nachlässige Straßensperre in den Cederbergen ohne Fotoeinschränkungen - trotz haariger Uniformen...

Nachlässige Straßensperre in den Cederbergen ohne Fotoeinschränkungen – trotz haariger Uniformen…

Durch die Cederberge kommen wir immer näher, die Zeichen sind deutlich...

Durch die Cederberge kommen wir immer näher, die Zeichen sind deutlich…

Ein bisserl Einsatz darf's schon sein!

Ein bisserl Einsatz darf’s schon sein!

Wir erreichen abends einen Campingplatz in Paarl und auch vor diesem muss gewarnt werden: Um kurz nach 7 in der Früh schwärmen dort ganze Brigaden von Rasenmähermenschen mit laut lärmenden Geräten aus und mähen vorzugsweise rund um das Zelt. Jedenfalls bis Irmela sie wegstaubt. Immerhin gibt in fussläufiger Entfernung, eine Fortbewegungsart auf die außer uns aber niemand kommt, ein Restaurant bei einer Grappa-Distillerie, Papa Grappa, in dem wir uns schon am Vorabend für den Krach am Morgen entschädigen (klare Empfehlung! Der Hauswein reicht völlig, die Springbockravioli sind grandios, hinterher ein paar Flammkuchen, alles gut!).

Der kann gar nicht schneller als ich, jedenfalls nicht auf der Straße!

Der kann gar nicht schneller als ich, jedenfalls nicht auf der Straße!

Das Kap der guten Hoffnung: Und jetzt alle aus dem Bild, die weniger als 6 Monate für die Anreise gebraucht haben! ALLE!!! JETZT!!!

Das Kap der guten Hoffnung: Und jetzt alle aus dem Bild, die weniger als 6 Monate für die Anreise gebraucht haben! ALLE!!! JETZT!!!

Und schon ist es soweit: Wir trödeln noch ein wenig herum, fahren am Kap der guten Hoffnung vorbei, stauben dort – mit den Worten: Wer weniger als 6 Monate für die Anreise gebraucht hat, muss jetzt aus dem Bild – die Touri-Scharen weg und kriegen unsere Fotos. Und schraddeln wieder gemütlich gen Norden die Küste entlang zu unserem Unterschlupf in Kapstadt.

Küstenstraße kurz vor Kapstadt

Küstenstraße kurz vor Kapstadt

Angekommen! Kapstadt mit Panoramablick...

Angekommen! Kapstadt mit Panoramablick…

Gerade rechtzeitig. Am nächsten Abend verschlägt es uns in die Alliance Française, wo wir ein Konzert von Titilayo Adedokun (www.titilayoadedokun.com), mit einer neuen feinen Begleitung, u.a. durch den kongenialen Richard Ceasar, genießen.

Titilayo Adedokun in Concert in Cape Town

Titilayo Adedokun in Concert in Cape Town

Rechtzeitig angekommen!!! Knappe 25.000 km für ein Konzert, das kann man schon mal machen, oder?!?

Rechtzeitig angekommen!!! Knappe 25.000 km für ein Konzert, das kann man schon mal machen, oder?!?

Camp Gecko, bester Camping aller Zeiten und ein Luxuslodge-Missverständnis (zum Glück…)

Ausfahrtschild, aber verkehrt 'rum...

Ausfahrtschild, aber verkehrt ‚rum…

Warum fallen einem eigentlich beim Reinfahren nie die Ortsschilder auf? Zum Posieren…? Naja, dann halt beim Rausfahren. Über echte Straße geht’s weiter nach Windhoek. Dort suche ich nach einem Tabakshop, frage herum, keine Chance. Wir spazieren stundenlang durch die Stadt, finden einen Hondahändler, der unsere Motorradtypen nicht kennt und auch keine neuen Luftfilter für uns hat. Beim Anblick der Rossinistreet brauchen wir natürlich ein Foto. Aber ansonsten kann man sich Windhoek nahezu schenken. Der Stadtspaziergang war nett, die Herberge war ok, der Ausflug in Joe’s Beerhouse auch – … und weiter geht’s.

Heimatgefühle in Windhoek

Heimatgefühle in Windhoek

WendekreisWir verabschieden uns mal wieder von den schönen Straßen, kreuzen den südlichen Wendekreis und befahren den für Trucks und Trailer gesperrten Spreethogtepass, der in den Kurven sogar gepflastert ist und einen netten Panoramablick bietet.

Vorbei ist das Cruisen...

Vorbei ist das Cruisen…

Spreethooghtepasszufahrt

Spreethoogtepasszufahrt

Spreetshoogtepass

Spreethoogtepassabfahrt

Unterwegs ist es endlich soweit: Ich entdecke einen echten Löwenbullen!!! Und der schläft nicht einfach nur rum, wie die kleinen im Etoshapark! Nein, der steht gemütlich, wie es sich für den König der Tiere gehört, in der Landschaft herum. Also pirsche ich mich an…

Loewenbulle

So muss ein Löwenbulle sein!!! Nicht dieses faule Kleingetier, dass Du eh kaum zu Gesicht kriegst…

Wegweiser am Straßenrand zum besten Camping ever, dem Camp Gecko - man hat halt doch irgendwie selektive Wahrnehmung: Manche Sachen sieht's Du einfach deutlicher als andere...!

Wegweiser am Straßenrand zum besten Camping ever, dem Camp Gecko – man hat halt doch irgendwie selektive Wahrnehmung: Manche Sachen sieht’s Du einfach deutlicher als andere…!

Die Fahrstrecke treibt es bunt mit uns, aber es muss sein: Lockerer Tiefsand!!! Die niederen Instinkte gewinnen und wir fusseln uns durch, sind ja nur 200 sehr lange Meter...

Die Fahrstrecke treibt es bunt mit uns, aber es muss sein: Lockerer Tiefsand!!! Die niederen Instinkte gewinnen, nix mit souverän durchstechen. Wir fusseln uns durch, sind ja nur 200 sehr lange Meter…

Relativ früh am Nachmittag entdecken wir am Straßenrand einen Hinweis, der uns spontan sympathisch ist. Wollten eh nicht mehr weiter.
Also rein ins Camp Gecko. Dort begrüßt uns Heidi, die uns dringend empfiehlt, uns auf den dafür viel zu schweren Fuhren durch ein Stück tieferen, lockeren Sand auf dem Pfad zu quälen, weil wir doch am besten im Eagle Camp unser Zelt aufschlagen sollen. Und sie hat absolut recht…

Eagle Camp heißt der ideale Platz für's Zelt im Camp Gecko, irgendwo in einem Tal entlang der D2175...

Eagle Camp heißt der ideale Platz für’s Zelt im Camp Gecko, irgendwo in einem Tal entlang der D2175…

Eine wunderbare Erfindung: Panoramakacken!

Eine wunderbare Erfindung: Panoramakacken!

Gleich daneben; Panoramawaschbecken

Gleich daneben; Panoramawaschbecken (entsprechende Dusche gibt’s natürlich auch…)

Und auch sonst ist Heidi extrem vernünftig. Sie bringt uns eine Kühltasche mit Bier, sicherheitshalber deutlich mehr als unmittelbar benötigt und luchst ihrem René, der in Deutschland weilt und dort an Nachschub kommt, sogar noch echten Schwarzen Krauser für mich ab!!!

Heidi hat eine ganz hervorragende Idee...!!!

Heidi hat eine ganz hervorragende Idee…!!!

Der Blick aus dem Zelt: Panoramacamping vom Feinsten im Eagle Camp vom Camp Gecko (und herrlich kühlenden Wind hat's auch noch an der Bergkante!)

Der Blick aus dem Zelt: Panoramacamping vom Feinsten im Eagle Camp vom Camp Gecko (und herrlich kühlenden Wind hat’s auch noch an der Bergkante!)

Und der Campingplatz spricht für sich selbst! Und das Beste: Es geht eigentlich immer Wind, so dass es nicht zu warm wird.
Heidi kocht uns am zweiten Abend sogar ein extrem leckeres Abendmenü, nach dem wir fast nicht mehr hoch ins Zelt kommen (zwecks Leibesfülle). Und am Ende ist das Bier der weitaus teuerste Posten auf der Rechnung. So lässt sich’s doch leben.

Irmela macht ganz schön Staub...

Irmela macht ganz schön Staub…

Da musst Du schon auf Zack sein! Die sind schnell, diese Oryxsteaks in "raw"...

Da musst Du schon auf Zack sein! Die sind schnell, diese Oryxsteaks in „raw“…

Häh? Ich verstehe kein Afrikaans. Was die mir sagen wollen???

Häh? Ich verstehe kein namibisch und kein afrikaans. Was die mir sagen wollen???

Kleine Pause am Wegesrand bei gefühlten 37 Grad: Im Schatten geht's, wenn Wind ist...

Kleine Pause am Wegesrand bei gefühlten 37 Grad: Im Schatten geht’s, wenn Wind ist…

Wir bedauern, dass wir im Internet ein kaum zu glaubendes Angebot gesehen hatten und zuschlagen mussten: Zur Feier der Unabhängigkeit Namibias bieten die Namibian Wildlife Ressorts 75% Discount. Wir sind skeptisch und rufen dort an. Und tatsächlich, am Telefon kriegen wir unsere Buchung für die ansonsten jede Budgetgrenze sprengende Sossus Dune Lodge. Blöderweise kommt aber die Bestätigungs-E-Mail nicht. Wir rufen in der Lodge an und tatsächlich: Wir sind gebucht.

Echt schick. Die Sossus Dune Lodge... - und mit sehr viel Glück dann doch erschwinglich...

Echt schick. Die Sossus Dune Lodge… (aber ein Scheiß im Vergleich zu Heidis Camp Gecko…) – und mit sehr viel Glück dann doch erschwinglich…

Und dass das Angebot sich eigentlich nur an namibische Staatsbürger richtet, da können wir ja nichts dafür. Also gilt der ausgemachte Preis! Namibia ist halt irgendwie nicht so Afrika….! (zu unserm Glück…!)

Luxusausblick von der Luxuslodge...

Luxusausblick von der Luxuslodge…

Noch so'n Luxusausblick...

Noch so’n Luxusausblick…

Schon wieder 'n Luxusausblick...

Schon wieder ’n Luxusausblick…

Blöd an der Luxuslodge ist bloß eins: Keine Klimaanlagen!!! Und das bei gut über 40 Grad tagsüber, wo sich die schnuckelige Hütte hübsch aufheizt und Du sie mit dem Ventilator nicht kalt kriegst… Aber egal: Leiden wir halt mal wie die Reichen…

Selbstverständlich muss es in Sossusvlei dann auch Touriprogramm sein. Mit den Motorrädern dürfen wir zwar bis zur Lodge, aber nicht weiter in den Nationalpark. Das kostet Strafe und man wird so richtig mit Blaulicht eingefangen, haben wir aus Stefans Erfahrung gelernt. Also: Hilft ja nichts. Und so finden wir uns zu wirklich nachtschlafender Zeit (es klopfte um 4:30 Uhr) auf dem Weg zum Dünensonnenaufgang und zum Deathvlei. Und das muss wirklich sein…!!! Wird durch Bilder belohnt und schließlich, auf dem Rückweg auch noch durch eine kleine Sidewinderschlange…

Der Dünenaufgang. Die gehen ganz schön früh auf, diese Dünen...

Der Dünenaufgang. Die gehen ganz schön früh auf, diese Dünen…

Im Deathvlei in Sossuvlei: Dass ein paar tote Bäume doch so fotogen sein können....

Im Deathvlei in Sossuvlei: Dass ein paar tote Bäume doch so fotogen sein können….

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Jetzt haben wir dieses ekelhafte Untier (Sidewinder) auch noch im Bild: Gottseidank nur in der etwa 15 Zentimeter-Version...

Jetzt haben wir dieses ekelhafte Untier (Sidewinder) auch noch im Bild: Gottseidank nur in der etwa 15 Zentimeter-Version…